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Am 20.7.1999 war es soweit; für sieben Tage flogen Dirk
und ich nach Zakynthos. Schon der Anflug auf die Insel war
viele Blicke wert, wir flogen eine Schleife über's Meer
und landeten unter Applaus der Passagiere auf dem kleinen
„Airport“. Wow, warme Sonne schlug uns entgegen, man merkte
gleich das andere Klima ...
Petrus, unser Busfahrer, brachte uns in unser Hotel im Ortsteil
"Agios Sostis". Wir nutzten diese Fahrt,
um einen kleinen Überblick über den Ort zu bekommen.
Unser kleines Hotel lag in einer ruhigen Sackgasse, nur 70
Meter vom Strand entfernt. Unser Zimmer; herrlich, mit Blick
auf’s Meer und auf den sauberen Pool. Ein winziger Balkon
sollte uns in den nächsten sieben Tagen das Ausklingen
des Tages versüßen.
Die Müdigkeit war wie weggeflogen, und nachdem wir
uns gut eingecremt hatten, hielt uns nichts mehr in unserem
Zimmer. Über einen schmalen Pfad liefen wir direkt am
Meer entlang nach Laganas. Vor dem Hafen entdeckten
wir eine winzige Insel, in die ich mich sofort verguckte und
sie zu meinem Lieblingsplatz erklärte. Anno 1633 löste
sich dieses Fleckchen Erde durch ein Erdbeben vom Festland
und ist nun durch eine urige Brücke mit dem Land verbunden.
Ging man dann die in Fels gehauene Treppe nach oben, hatte
man einen tollen Blick auf die Küste und die umliegenden
Berge. Eine Taverne gab es hier auch und einen Badeplatz mit
Getränkeservice.
Zurück auf dem Festland, liefen wir über
die “heiße Meile“; ein Lokal neben dem anderen, Kneipe,
Bar, Supermarkt, Souvenirs, Restaurants. Ja, und wo wir gerade
mal hier waren, suchten wir uns eine schattige Terrasse und
bestellten einen griechischen Salat für 1000 Drachmen,
was ca. 7 DM entsprach. Dazu ein Wasser; das
Getränk, welches uns die nächsten Tage hindurch
nicht nur begleitet hat, sondern regelrecht unentbehrlich
war. Frisch gestärkt gingen wir los, um einen fahrbaren
Untersatz zu besorgen. Dirk war hier schon mal vor
einigen Jahren und wußte, wo wir den besten Preis und,
ganz wichtig, gute Wartung für eine Enduro kriegen. Nachdem
er eine kleine Runde allein gedreht hatte, stieg ich auf und
wir brausten los, ohne Helm, wie alle hier. War das ein Gefühl
von Freiheit; im kurzen Rock und mit flatternden Haaren fuhren
wir auf der gut bevölkerten Hauptstraße an Autos,
Straßenhändlern und bunt gemischten Touristengruppen
vorbei. Nachdem wir eine
Weile durch die umliegenden Straßen gefahren waren,
um uns ein bißchen zu orientieren, kehrten wir in unser
Hotel zurück, um im Pool Abkühlung zu finden. Herrlich,
dieses klare Wasser auf der Haut. Anschließend relaxten
wir auf den Liegestühlen und hörten dem lauten Zirpen
der Grillen zu. Zum Abendessen fuhren wir nach Laganas. Dort
konnten wir uns kaum entscheiden, so viele Restaurants gab
es. Vor jedem zweiten Lokal stand ein Angestellter und wollte
die Touristen reinlocken. Wir entschieden uns schließlich
für ein hübsches Lokal, auf dessen Terrasse wir
unter einem Blätterdach saßen. Die Moussaka schmeckte
köstlich, bloß wo waren die Auberginen? Scheinbar
wird in Griechenland doch anders gekocht, als beim Griechen
zu Hause um die Ecke. Am nächsten Morgen krochen wir
ziemlich müde aus dem Bett. Ein Blick aus dem Fenster
machte jedoch gleich hellwach und gute Stimmung. Da es Frühstück
nur von 8 - 9.30 Uhr gab, waren wir schnell angezogen und
auf der um diese Zeit sonnigen Terrasse. Vom Frühstück
waren wir allerdings etwas enttäuscht; nur schlichtes
Baguettebrot, Marmelade, Käse und wie wir im Laufe der
Zeit feststellen konnten, ab und zu mal etwas Quark oder Obst.
Ansonsten komischer Kaffee und bettelnde Katzen.
Voller Unternehmungsgeist schwangen wir uns
auf's Motorrad und fuhren zum Lighthouse nach Keri. Eine umwerfende
Aussicht, sowas hatte ich noch nie erlebt ...
... diese Lichtverhältnisse, diese Weite,
die Farben, welche miteinander zu verschmelzen schienen. Völlig
friedlich. Wir kletterten auf verschlungenen Wegen den Abhang
hinunter, setzten uns auf einen Felsen und guckten in die
Runde. Es war, als wären wir die einzigen Menschen weit
und breit. An diesem schönen Platz verzehrten wir total
fruchtige Weintrauben und das obligatorische Wasser. Eine
zeitlang noch verharrten wir in völliger Stille. Dann
der Aufstieg, puh, da wurde uns warm. Sofort tranken
wir wieder, um den durch's Schwitzen entstandenen Wasserverlust
auszugleichen. Und nicht zu vergessen, Sonnenschutz
neu auftragen! Auf dem Rückweg folgten wir einem Hinweisschild
zu einer von vielen auf der Insel verteilten Grotten. Wir
liefen einen schmalen Pfad hinunter und sahen zwei übereinander
liegende Höhlen. Die untere von beiden war klein, wies
aber interessante Schriftzüge an den Wänden auf.
Die obere war schwerer zu erreichen, Dirk kletterte "todesmutig"
rauf. Da es dort nicht viel mehr zu sehen gab, gingen wir
zum Parkplatz zurück. Unsere Wasserflasche war leer und
uns dürstete nach einer Erfrischung, darum hielten wir
im nächsten kleinen Ort. Dort gab es eine
"Taverne", J das war ein Raum mit Kühlschrank,
zwei Tischen, drei alten eingeborenen Männern, neugierigen
Kindern und einer Terrasse vor dem Haus. Wir setzten uns auf
die selbige und tranken kalte Cola, mmh, tat das gut. Bevor
wir weiterfuhren, nahmen wir natürlich noch eine Flasche
kaltes Wasser mit. Zurück im Hotel, sprangen wir in den
Pool und badeten, bis die Sonne unterging. Duschen, stylen,
ab in die Paradisebar. Leckere Drinks zu teuren Preisen. Auf
dem Balkon ließen wir den Tag mit einer Flasche Imiglikos
ausklingen.
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